Ausgabe vom Samstag, 26. September 2026
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BaFin/Bundesbank: LSI‑CET1 im Stress auf 14,6 %

24.09.2026: BaFin und Bundesbank melden für den LSI‑Stresstest 2026 einen aggregierten CET1‑Rückgang um rund 3,8 Prozentpunkte auf 14,6 % (Quelle: BaFin/Bundesbank).

Von Ricarda Nolte, Redakteurin Märkte & Branchen, Meldungen

BaFin/Bundesbank: LSI‑CET1 im Stress auf 14,6 %
Symbolbild: Erstes Blatt (KI-generiert)

Nikolas Speer, Exekutivdirektor Bankenaufsicht bei der BaFin, und Michael Theurer, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, legen die Ergebnisse vor: Im LSI‑Stresstest 2026 würde die harte Kernkapitalquote (CET1) der kleineren und mittleren Institute im ungünstigsten Jahr um rund 3,8 Prozentpunkte auf 14,6 % fallen, ausgehend von 18,4 % (24.09.2026; BaFin/Bundesbank). Teilgenommen haben 1.113 Banken und Sparkassen, rund 90 % aller Institute, die etwa 38 % der Gesamtbilanzsumme repräsentieren.

Mehrere Dutzend Institute würden im adversen Szenario ihre aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen nicht mehr erfüllen; es sind weniger als im Stresstest 2024 (24.09.2026; BaFin/Bundesbank). Zugleich erwarten die Häuser im Aggregat einen Anstieg der CET1‑Quote von 18,4 % auf 19,1 % bis 2028 sowie eine Verbesserung der Gesamtkapitalrentabilität von 0,43 % (2025) auf 0,64 % (2028). Jedes fünfte Institut rechnet laut Aufsicht in den nächsten drei Jahren mit einer fallenden CET1‑Quote. Am Ende des dreijährigen Stresstests liegt die CET1 im Aggregat bei 14,8 %.

Treiber im Stress sind laut BaFin vor allem Adress- und Marktrisiken mit zusammen −7,0 Prozentpunkten; am stärksten wirken Wertberichtigungen aus Adressrisiken mit −3,9 Prozentpunkten. Gegenläufig trägt das Zinsergebnis nach Hedging +7,7 Prozentpunkte bei (alle 24.09.2026). Methodisch wurde der Aufwand reduziert: drei statt fünf Zinsszenarien, Prognosehorizont drei Jahre, bis zu ein Drittel weniger Datenpunkte (bei proportionaler Lösung bis zu zwei Drittel) sowie der Wegfall von etwa 40 bis 50 qualitativen Fragen. Speer: „Das ist Bürokratieabbau!“ (24.09.2026).

Die Aufsicht ändert zudem die Schwelle für zusätzliche Eigenmittelempfehlungen (Pillar‑2‑Guidance): Künftig erhalten nur Institute eine Empfehlung, deren Quoten im Stress unter die Total SREP Capital Requirements plus 500 Basispunkte fallen. Dadurch wird die Zahl der Institute mit Empfehlung künftig etwa um 40 % sinken (24.09.2026).

Was das für Unternehmer heißt

Für Kreditlinien und Investitionspläne zählt der Zustand der eigenen Hausbank: aktuelle CET1‑Quote, Stressergebnis im Worst Year und Abstand zu aufsichtsrechtlichen Schwellen. Relevante Signale sind, ob das Institut künftig eine Pillar‑2‑Guidance erhält (Schwelle: Total SREP + 500 bp) und wie die Kapital- und Ergebnisplanung bis 2028 aussieht. In Bankgesprächen lassen sich diese Kennzahlen und interne Vorsichtsmaßnahmen adressieren; saubere Dokumentation hält Verhandlungen über Margen und Sicherheiten berechenbar.

Quellen

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Laut Erstes Blatt

„24.09.2026: BaFin und Bundesbank melden für den LSI‑Stresstest 2026 einen aggregierten CET1‑Rückgang um rund 3,8 Prozentpunkte auf 14,6 % (Quelle: BaFin/Bundesbank).“

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