Märkte & BranchenMeldung
Importpreise Deutschland August 2026: +8,3 % zum Vorjahr
Die Importpreise in Deutschland lagen im August 2026 um 8,3 Prozent über dem Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am 30. September 2026 mitteilte.
Von Ricarda Nolte, Redakteurin Märkte & Branchen, Meldungen

Die Importpreise in Deutschland lagen im August 2026 um 8,3 Prozent über dem Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am 30. September 2026 mitteilte. Das ist der stärkste Anstieg seit Dezember 2022, als die Preise um 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen waren.
Gegenüber Juli 2026 stiegen die Importpreise um 1,0 Prozent. Die Exportpreise lagen im August 2026 um 4,7 Prozent über dem Vorjahresmonat und damit so hoch wie zuletzt im Februar 2023, als sie um 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen waren. Gegenüber Juli 2026 stiegen die Ausfuhrpreise um 0,4 Prozent.
Energie treibt den Anstieg
Die Importpreise für elektrischen Strom stiegen im August 2026 gegenüber August 2025 um 63,9 Prozent, die für Mineralölerzeugnisse um 63,3 Prozent und die für Erdgas um 41,9 Prozent. Schmier- und andere Öle verteuerten sich um 105,1 Prozent. Kupfer und Halbzeug daraus kosteten 38,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Importierte landwirtschaftliche Güter waren im August 2026 im Durchschnitt 2,4 Prozent billiger als im Vorjahresmonat.
Was das für Unternehmer heißt
Wer Energie oder Rohstoffe importiert, muss mit Preisen rechnen, die deutlich über dem Vorjahresniveau liegen. Die Differenz zwischen Import- und Exportpreisen zeigt, dass sich gestiegene Einkaufskosten nicht eins zu eins an Kunden weitergeben lassen. Unternehmen, die Strom, Mineralölerzeugnisse oder Erdgas beziehen, sollten Verträge prüfen und Preisgleitklauseln vereinbaren, wo das möglich ist.
Quelle
- Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes zu Außenhandelspreisen August 2026 (30. September 2026)presseportal.de/pm/32102/6361774
Laut Erstes Blatt
„Die Importpreise in Deutschland lagen im August 2026 um 8,3 Prozent über dem Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am 30. September 2026 mitteilte.“
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