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1,1 Billionen Euro uninvestiert: Carve-outs nehmen zu

Europäische Private-Equity-Investoren halten mehr als 1,1 Billionen Euro an nicht investiertem Kapital, berichtet die Unternehmeredition am 28. September 2026. Gleichzeitig gewinnen Carve-outs an Bedeutung.

Von Jakob Steinhauer, Redakteur Kapital & Einordnung

Private Equity hält 1,1 Billionen Euro für Carve-outs bereit
Symbolbild: Erstes Blatt (KI-generiert)

Europäische Private-Equity-Investoren halten mehr als 1,1 Billionen Euro an nicht investiertem Kapital, berichtet die Unternehmeredition am 28. September 2026. Ein erheblicher Anteil davon stammt aus den Jahren 2022 und 2023. Gleichzeitig gewinnen Carve-outs an Bedeutung, so der Bericht: Unternehmen gliedern Geschäftsbereiche aus, um sie zu verkaufen oder eigenständig weiterzuentwickeln.

Kopf dahinter

Roman Göd, Gründungs- und Managing Partner bei MP Corporate Finance, und Daniel Jürgenschellert, Partner und Geschäftsführer von Helbling Business Advisors, ordnen die Entwicklung als Berater ein. Göd sagt laut dem Bericht: „Das Umfeld ist nach wie vor nicht ideal, aber der Handlungsdruck aufseiten der Investoren, vor allem bei Private-Equity-Häusern, ist so hoch wie noch nie." Jürgenschellert erklärt: „Diese Strategie gewinnt immer dann an großer Bedeutung, wenn Unternehmen ihre Geschäftsmodelle weiterentwickeln und verändern müssen."

Bei einem Carve-out wird ein Geschäftsbereich aus einem Unternehmensverbund herausgelöst und organisatorisch, rechtlich und operativ verselbstständigt, häufig mit dem Ziel des Verkaufs an einen strategischen Käufer oder Finanzinvestor, berichtet die Unternehmeredition.

Einordnung

Zwei Lesarten passen zu den Zahlen. Erste Lesart: Investoren suchen nach Zielen, weil das Kapital aus den Jahren 2022 und 2023 investiert werden muss, bevor die Fondslaufzeiten enden. Zweite Lesart: Unternehmen trennen sich von Bereichen, die nicht mehr ins Portfolio passen, weil Dekarbonisierung, E-Mobilität und Digitalisierung die Geschäftsmodelle verändern.

Beide Lesarten treffen zu. Im Zeitraum 2006 bis 2010 wurden Carve-outs im DACH-Raum durch die Finanzkrise getrieben, mit Beispielen wie Evonik aus RAG, Lanxess und BayerSchering Pharma aus Bayer, der DaimlerChrysler-Trennung und Austrian Airlines aus österreichischen Bundesbeteiligungen, berichtet die Unternehmeredition. Ab 2019 wurden Carve-outs durch Transformationsthemen getrieben, mit Beispielen wie Continental/Vitesco, Mercedes/Daimler Trucks, Allgeier/Nagarro und Volkswagen/Cariad.

Was das für Unternehmer heißt

Für Inhaber von Geschäftsbereichen, die nicht mehr ins Portfolio des Mutterkonzerns passen, stellt sich die Frage, ob eine Ausgliederung die operative Eigenständigkeit erhöht. Käufer finden derzeit ein Angebot, das durch Transformationsdruck und Investitionszwang der Finanzinvestoren getrieben wird, so die Lesart der Unternehmeredition.

Quelle

Laut Erstes Blatt

„Europäische Private-Equity-Investoren halten mehr als 1,1 Billionen Euro an nicht investiertem Kapital, berichtet die Unternehmeredition am 28. September 2026. Gleichzeitig gewinnen Carve-outs an Bedeutung.“

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