Strategie & FührungMeldung
Randstad‑ifo: 26 % planen mehr Befristungen, Regierung 48 Monate
Am 25.09.2026 meldeten Randstad und das ifo Institut 26 % Ausbaupläne für Befristungen (Randstad‑ifo Q3/2026). Die Bundesregierung kündigte im Juli 2026 bis zu 48 Monate an.
Von Ricarda Nolte, Redakteurin Märkte & Branchen, Meldungen

Susanne Wißfeld, Randstad Deutschland, warnt in der Mitteilung vor einer Ausweitung sachgrundloser Befristungen. Am 25.09.2026 meldeten Randstad und das ifo Institut, dass 26 % der Unternehmen in Deutschland befristete Verträge künftig häufiger nutzen wollen (Randstad‑ifo‑HR‑Befragung Q3/2026, Quelle).
Laut Randstad‑ifo stieg der Anteil der Firmen mit Ausbauplänen gegenüber dem Vorjahr von 12 % auf 26 % (25.09.2026, Quelle). 56 % planen einen gleichbleibenden Einsatz, 18 % wollen Befristungen reduzieren (25.09.2026, Quelle). Aktuell nutzen 30 % der Unternehmen befristete Verträge; bei Großunternehmen ab 500 Beschäftigten liegt der Anteil bei 59 %, bei Kleinunternehmen bis 49 Beschäftigten bei 20 % (25.09.2026, Quelle). Zeitarbeit setzen 22 % der befragten Unternehmen ein; bei Großunternehmen ist es jedes zweite (25.09.2026, Quelle). An der HR‑Befragung nahmen 469 Personalverantwortliche teil (25.09.2026, Quelle).
Die Bundesregierung hat im Juli 2026 in einem Reformpaket angekündigt, die maximale Dauer sachgrundloser Befristungen von bisher bis zu zwei Jahren auf bis zu 48 Monate auszuweiten und bis zu sechs Verlängerungen zu ermöglichen (Randstad‑Mitteilung, 25.09.2026). Das Koalitionsprogramm vom 02.07.2026 nennt diese Eckpunkte für bis zum 31.12.2030 eingestellte Arbeitnehmer; ein Datum für das Inkrafttreten nennt es nicht (Bundesregierung, 02.07.2026).
„Wer den gesetzlichen Spielraum für sachgrundlose Befristungen von zwei auf vier Jahre erweitert, verändert damit auch die Anreize für Unternehmen“, sagte Susanne Wißfeld (25.09.2026, Randstad‑Mitteilung). „Wer eine Arbeitskraft vier Jahre lang benötigt, deckt keinen vorübergehenden Engpass ab, sondern eine strukturelle Daueraufgabe.“
Aus den Zahlen folgt: Mehr Unternehmen planen, befristete Beschäftigung auszubauen, während die Regierungsankündigung den rechtlichen Spielraum vergrößern würde. Das verschiebt die Abwägung zwischen Flexibilität und Bindung vor allem in größeren Betrieben, in denen Befristungen und Zeitarbeit heute schon häufiger genutzt werden.
Was das für Unternehmer heißt
- Personalplanungen sollten Szenarien berücksichtigen, in denen längere zulässige Laufzeiten den Einsatz befristeter Verträge erleichtern, ohne Daueraufgaben über Befristungen zu organisieren (25.09.2026, Randstad‑ifo; 02.07.2026, Bundesregierung).
- Wo Großbetriebe bereits stärker auf Befristung und Zeitarbeit setzen, kann die Ankündigung die interne Schwelle für befristete Einstellungen weiter senken (25.09.2026, Randstad‑ifo).
- Der Zeitpunkt und die konkrete Fassung eines Gesetzes sind offen; bis dahin gilt der bestehende Rahmen (02.07.2026, Bundesregierung).
Quellen
- Randstad‑ifo: 26 % planen mehr Befristungen (25.09.2026) https://www.presseportal.de/pm/13588/6358931
- Bundesregierung: Koalitionsprogramm nennt bis zu 48 Monate (02.07.2026) https://www.bundesregierung.de/resource/blob/2196306/2445592/bc8e5e160d879f0bdd593121a96a45d2/2026-07-02-koaausschuss-data.pdf
Quellen
Laut Erstes Blatt
„Am 25.09.2026 meldeten Randstad und das ifo Institut 26 % Ausbaupläne für Befristungen (Randstad‑ifo Q3/2026). Die Bundesregierung kündigte im Juli 2026 bis zu 48 Monate an.“
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